Die Geschichte der Joh. Bruns Baumschule

  • Der Startschuss

Mit einem kleinen Sortiment gründet der Gärtner Diedrich-Gerhard Bruns (1853-1925) 1876 im Alter von erst 23 Jahren einen Gartenbau-Betrieb. Noch im gleichen Jahr wird sein Sohn Johann geboren. Diedrich-Gerhard Bruns ist der erste Unternehmer seiner Familie und lenkt die Firma fast ein Vierteljahrhundert.

  • Die 2. Generation

1900 übernimmt Johann Bruns den elterlichen Betrieb. Angeregt durch das niederländische Baumschulzentrum in Boskoop erweitert er die Gärtnerei systematisch zu einer leistungsfähigen Baumschule. Ein erster Katalog mit Abbildungen erscheint 1913.

  • Durchhalten in schweren Zeiten

Der erste Weltkrieg von 1914 bis 1918 setzt der bisherigen positiven Firmenentwicklung vorerst ein jähes Ende. Doch der Betrieb wird aufrechterhalten und 1928 tritt Erich (1905-1989), der älteste seiner drei Söhne, in den Betrieb ein. Noch im selben Jahr wird der erste Zweigbetrieb in Gristede eröffnet.

  • Entwicklung

Mit geschickter Unternehmensführung, hoher Qualität und Zuverlässigkeit überwinden Vater und Sohn die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise erfolgreich. 1937 steigt auch der zweite Sohn, Wilhelm Bruns (1912-2003) ins Unternehmen ein und baut den Vertrieb professionell weiter auf. Sein Konzept, für den Pflanzenverkauf zu den Kunden zu reisen, bewährt sich: Während der Saison sind nun in der Baumschule bis zu 100 Arbeiter und Angestellte beschäftigt.

  • Nachkriegszeit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges mussten auf Anweisung der Alliierten alle Baumschulkulturen zurückgefahren werden, um Raum für die Nahrungsmittelproduktion zu schaffen. Johann Bruns pflanzte einige der Rhododendren in den Gristeder Wald. Dies war letztendlich der Beginn des Gristeder Rhododendronparks.

  • Blick nach vorn

Schon 1946 beginnen die Brüder, zusammen mit 70 Mitarbeitern, den Betrieb wieder aufzubauen. Sie sehen ihre Zukunft nun nicht mehr nur auf dem deutschen Markt: In den 60er und 70er Jahren wird die Baumschule Bruns als deutsche Exportbaumschule zu einem Begriff.

  • Die Rhododendronzucht

Ab 1950 widmen sich Erich und Wilhelm Bruns verstärkt der Rhododendronzucht und entwickeln die Gristeder Neuheiten®. Dafür legen sie eine unschätzbare Sammlung von mehr als 1.000 Rhododendronarten/-sorten und Freiland-Azaleen an – den Rhododendronpark in Gristede.

  • Die nächste Generation

Im Jahre 1977 nahm Jan-Dieter Bruns, der Sohn von Wilhelm Bruns, als vierte Generation im Familienunternehmen seine Tätigkeit auf und ist seit 1990 geschäftsführender Gesellschafter.

Mit dem Tode von Erich Bruns 1989 wurde dessen Tochter Gisela Conrad (1930-2016) Mitgesellschafterin. 2014 übergab Gisela Conrad ihre Gesellschafteranteile an ihren Sohn Erich Conrad.


  • Anerkennung

An seinem 80. Geburtstag, im Oktober 1992, wird Wilhelm Bruns als erfolgreichem Züchter und Unternehmer die höchste Auszeichnung des deutschen Gartenbaus, die Georg-Arends-Gedächtnis-Münze, überreicht.

  • Grund zum Feiern

1997 werden das neue Verwaltungsgebäude und das Logistikzentrum an der Johann-Bruns-Allee eröffnet. Mit mehr als 1.000 internationalen Gästen wird 2001 das 125-jährige Bestehen der Baumschule gefeiert.

  • Solide gewachsen

2003 wird das Logistikzentrum für Containerpflanzen im Produktionsbetrieb Gristede eröffnet, 2006 erfolgt der Neubau des Betriebshofes in Ohrwege. 2007 steigt die Zahl der Beschäftigten auf 300 Mitarbeiter/innen, die auf über 500 ha Fläche mehr als 4.000 Pflanzenarten und -sorten kultivieren. Heute ist Bruns Pflanzen eine der führenden Baumschulen Europas.

  • Engagement in der grünen Branche

Jan-Dieter Bruns ist 8 Jahre lang Vizepräsident im Bund deutscher Baumschulen und vertritt heute die deutschen Baumschulen auf europäischer Ebene. Für seine unternehmerischen Leistungen wird er im Juni 2006 mit dem Hans-Bickel-Preis der Hochschule Weihenstephan, im Oktober 2014 mit dem Oldenburger Wirtschaftspreis, und im November 2015 mit der Osnabrücker Ehrenmedaille der Hochschule Osnabrück ausgezeichnet.