Eucommia ulmoides - Chinesischer Guttaperchabaum oder auch Gummiulme

Bruns Pflanze des Monats August 2020

In der Vergangenheit, vor 10 bis 35 Millionen Jahren, hatte Eucommia ein riesiges Verbreitungsgebiet auf der ganzen nördlichen Halbkugel und war auch in Mitteleuropa heimisch. Heute ist die Gummiulme fast in ganz China in Kultur. Es gibt kaum natürliche Vorkommen. Eucommia erinnert im Erscheinungsbild stark an unsere Ulmen, mit denen sie eng verwandt ist.

In der Jugend wächst Eucommia ulmoides stark mit einem Jahreszuwachs bis zu 50 cm. Das Gehölz kann sich als großer Baum ausbilden mit einer Höhe bis 20m. Die Baumkrone ist dicht und von oval rundlicher Form. Die Borke der Gummiulme ist graubraun gefärbt wohingegen junge Äste zuerst gelblich-braun und behaart sind.

Die spitzen, dunkelgrünen Laubblätter sind bis 12 cm lang und halb so breit. Sie stehen wechselständig und spiralig an den Zweigen. Der Blattrand ist stark gesägt. Die Blätter und alle grünen Pflanzenteile enthalten einen gummiartigen Milchsaft.

Im Herbst überraschen die Bäume mit einer herrlichen Herbstfärbung. Eucommia ulmoides ist zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die Blüten sind unscheinbar und sie werden vom Wind bestäubt. Die Früchte sind denen der Ulme ähnlich und werden im Spätsommer und Herbst reif.

Die Gummiulme kommt mit fast allen Bodenarten gut zurecht und hat noch auf den ärmsten kargen Standorten guten Zuwachs.

Eucommia ulmoides ist absolut gesund und robust. Schädlinge und Schadpilze sind kaum bekannt. Der Baum ist absolut staklimafest und als Zukunftsbaum geeignet. Winterkälte und heiße Extremsommer werden erstaunlich gut ertragen.

Die Rinde wird in der chinesischen Heilkunde eingesetzt. Der Milchsaft kann zu Gummiprodukten weiterverarbeitet werden.

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