Pinus sylvestris - Die Waldkiefer/Föhre - Zukunftsbaum

Pinus sylvestris als ein- oder mehrstämmige Pinienform

Pinus sylvestris Solitaire

Nadelerde aus Kiefernnadeln, ph. 3,5 bis 4, eignet sich gut für Rhododendron- und Azaleenanzucht.

Bruns Pflanze des Monats Januar 2021

Die gemeine Waldkiefer hat den ersten Platz unter den Kiefern in Europa. Sie hat eine sehr große Verbreitung, von Schottland bis Sibirien und vom westlichen Mittelmeergebiet, Kleinasien bis zum Amur. Als einzige nordeuropäische Kiefernart hat sie die Eiszeiten überlebt.

Pinus sylvestris wächst sehr rasch, in den ersten 20 bis 30 Jahren sind 80 bis 90 cm pro Jahr keine Seltenheit. Es werden gerade, langschäftige Stämme gebildet. Ausgewachsene Bäume haben nur noch wenig Zuwachs, die Kronen sind windseitig ausgerichtet und sehr malerisch. Die Bäume erreichen Höhen von 20 bis 35 m bei einer Breite von 7 bis 10 m. Es werden aber auch strauchige mehrstämmige Formen gebildet, die außerordentlich malerisch sind.

Alte Stämme sind in der unteren Hälfte tief längsgefurcht und von graubrauner Farbe. Die Borke löst sich in kleinen Platten. Im oberen Bereich sind die Äste und Stämme herrlich fuchsrot gefärbt, ' Rotkiefer ', hier löst sich die Rinde in papierdünnen Streifen ab.

Pinus sylvestris ist immergrün. Die 2-nadeligen Nadeln sind graugrün gefärbt, leicht gedreht, spitz und 4 bis 7 cm lang.

Die Föhrer ist einhäusig, d.h. weibliche und männliche Fruchtanlagen sind getrennt auf einer Pflanze angelegt. Zur Blütezeit im Mai können bei schönem Wetter in Kiefernwäldern große Pollenwolken entstehen. Die kleinen Zapfen sind 3 bis 7 cm lang, 2 bis 3 cm breit und kegelförmig.

Die Wurzeln werden flach, mitteltief und tief ausgebildet. Auf trockenen Standorten wird eine kräftige Pfahlwurzel gebildet. Föhren bevorzugen einen sonnigen Standort, auch windige und ausgesprochen extreme Standorte werden angenommen. Bevorzugt werden saure, schwachsaure bis schwachalkalische Böden.

Die Waldkiefer besiedelt arme Sandböden, saure Hochmoorböden, sandige Lehmböden, Permafrostböden, Schotterböden, auch aufgelassene Tagebauflächen werden von Pinus sylvestris früh besiedelt.

Pinus sylvestris ist extrem frosthart, unempfindlich gegen Hitze und Trockenheit, stadtklimafest und windsicher. Bäume werden zur Harzgewinnung wie Gummibäume angeritzt. Nadelerde aus Kiefernnadeln, ph. 3,5 bis 4, eignet sich gut für Rhododendron- und Azaleenanzucht.

Pinus sylvestris ist weitgehend krankheitsfrei und hat durch seine hervorragende Anpassungsfähigkeit an extrem verschiedene Lebensbedingungen ein großes Potential als Zukunftsbaum.