Quercus ilex - Immergrüne Stein-Eiche

Pflanze des Monats Januar 2019 - Unter Immergrünen Stein-Eichen - Poetische Orte - Mystische Schätze!

 

Die Stein-Eiche kommt im gesamten mediterranen Mittelmeerraum wie auch auf Mallorca vor und gehört dort zu den wichtigsten Baumarten in Wald, Feld und Flur. Die Stein-Eiche ist ein Charakterbaum der mediterranen Klimazone und begeistert dort häufig mit eindrucksvollen, knorrigen Stämmen. Sie wird in Spanien und Italien als lockere Wälder angepflanzt und eingezäunt. Danach lässt man die Iberischen Schweine auf dieser Fläche weiden, um die wertvollen und nahrhaften Eicheln zu fressen. So bekommt das Fleisch eine ganz besondere und hochgeschätzte Qualität. Quercus ilex erreicht in den Ursprungsgebieten ein Alter von 200 bis 500 Jahren.

In unserer mitteleuropäischen Region wächst Quercus ilex oft nur großstrauchartig oder als kleiner Baum mit breitrundlicher, kugelförmiger Krone, in milderen Klimazonen in England findet man allerdings auch größere Exemplare. In Deutschland ist sie nur in den allermildesten Lagen (etwa im Rheingraben in Weinbaulage, im Bodenseeraum oder im Weser-Ems-Gebiet) einigermaßen winterhart und wird selten angepflanzt. In der Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn sind unter anderem neben Containerware auch Hochstämme im Freiland in Kultur. Die Stämme dieser Bestände werden im Winter mit Reetmatten vorsorglich vor dem Aufplatzen infolge von starken Frösten geschützt. Ein leichter Blattfall während der Winterzeit wird im Frühjahr durch einem frischen Neuaustrieb ersetzt. Kurze Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius toleriert die Pflanze.

Die wechselständigen Laubblätter sind beim Austrieb, der meist erst im Juni erfolgt, silberweiß, dann blassgelb und später dunkelgrün. Die Blätter sind anfangs überall, später nur noch auf der Unterseite behaart. Sie sind sehr variabel in Form und Zähnung. Der Blattrand ist mit wehrhaften und spitzen Dornen besetzt. So schützt sich dieses Gehölz vor Blattfraß. Sie sitzen wechselständig am Zweig und ähneln denen der Stechpalme (Ilex), daher der botanische Name Quercus ilex. Immergrüne Blätter sind in Europa bei Eichen eine absolute Seltenheit.

In einem wundervollen Kontrast zu den hellgrünen Blättern, steht die schwarze und glatte Rinde. Erst mit zunehmendem Alter reißt die Rinde in Platten auf und trägt noch verstärkt zur knorrigen Erscheinung bei.

Blütezeit für die Steineiche ist zwischen April und Mai. Eine Blüte erfolgt aber erst ab einem Alter von etwa 30 Jahren. Da sie einhäusig gemischtgeschlechtlich ist, sitzen die unscheinbaren männlichen und weiblichen Blüten zusammen am Baum. Die männlichen grüngelben Kätzchenblüten hängen in traubigen Blütenständen herab. Die Eicheln der Steineiche werden etwa zwei Zentimeter groß und sitzen halb in einem braunen Fruchtbecher (Cupula).

Das Holz ist dicht, fest und dauerhaft. Es ist noch härter und dichter als das Holz unserer heimischen Eiche. Es weist eine wundervolle Maserung auf und überzeugt in den Farben dunkelbraun und hellbraun. Die Jahresringe sind sehr gut erkennbar. Es wird für den Möbelbau und die Kunsttischlerei verwendet.

Die Stein-Eiche bevorzugt steinige und kalkhaltige Böden und liebt es sonnig bis leicht halbschattig.

Ein ausgefallenes Gehölz mit mediterranem Charme, gut schnittverträglich für einen wintermilden Standort, für lichte Innenhöfe oder als immergrüne Kübelpflanze.