Europas größte Grünfassade

Über 30.000 Hainbuchenpflanzen als Hecke in der Baumschule Bruns, Aufnahme Herbst 2018

Jedes Heckenelement ist beschriftet für einen bestimmten Platz in der grünen Fassade. Foto: Ferdinand Graf von Luckner

Christoph Ingenhoven überzeugte sich selbst von der Qualität der Hecken in der Baumschule.

Das Geschäfts- und Bürogebäude Kö-Bogen II in Düsseldorf im Juni 2020, Foto: Ferdinand Graf von Luckner

Die grüne Fassade Kö-Bogen II, Foto: Ferdinand Graf von Luckner

Auch die Platanen vor dem Geschäftsgebäude stammen von der Baumschule Bruns. Foto: Ferdinand Graf von Luckner

Bruns Pflanze des Monats Juli 2020 – die Hainbuchenhecke

Im Winter 2019/2020 wurden ca. 2,3 Kilometer Hainbuchenheckenelemente von der Baumschule Bruns an den Kö-Bogen II in Düsseldorf ausgeliefert. Es handelt sich um eine Grünfassade des Geschäfts- und Bürogebäudes Kö-Bogen II in Düsseldorf, die von dem renommierten Architekturbüro Ingenhoven Architects aus Düsseldorf geplant wurde.

Um das einzigartige Projekt zu realisieren wurden in der Baumschule Bruns drei Jahre lang über 30.000 Hainbuchenpflanzen in vorbereitete Kübel Hainbuchenheckenelemente kultiviert. Für die Realisierung des Projekts wurden extra nur Hainbuchensämlinge selektiert, die im Winter nicht ihr rostbraunes Laub abwerfen.

Auf dem Gebäude in Düsseldorf werden die Hainbuchenhecke nun über eine Bewässerungsanlage ganzjährig bedarfsgerecht mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Die Hecke gibt über ihre Blätter wiederum Feuchtigkeit an die Luft ab, sodass im Umfeld ein Kühlungseffekt entsteht. 

Inghoven Architects beschreibt den ökologischen und nachhaltigen Begrünungseffekt folgendermaßen: „Mit den laubhaltenden Hainbuchen wurde bewusst eine heimische Pflanzenart gewählt. Durch ein umfassendes phytotechnologisches Konzept werden die Hecken zu einem integralen Bestandteil des Gebäudes. Sie verbessern das Mikroklima der Stadt – das Grün schirmt im Sommer die Sonnenstrahlen ab und reduziert den innerstädtischen Wärmeeffekt, bindet Kohlendioxid, speichert Feuchtigkeit, dämpft Lärm und fördert die Biodiversität. Der ökologische Nutzen der Hainbuchen entspricht dem von rund 80 ausgewachsenen Laubbäumen. Eine mögliche Antwort der Städte auf den Klimawandel.“